Tag Archiv für Staatschulden

Wie man aus einem Euro 8 macht und aktuelle Zahlen und Daten

Die Tinte unter dem EFSF Vertrag für die Haftungssummen der einzelnen Länder ist noch nicht einmal trocken und es wird schon diskutiert wie man den Fonds weiter Aufstocken kann, den die zur Verfügung stehende Summe würde bei weitem nicht ausreichen, um Spanien und Italien auch noch retten zu können Da die Zustimmung der Länder wohl sehr schwierig zu bekommen wäre, ist eine auf den ersten Blick geniale Idee auf das Packet gekommen. Der EFSF bekommt eine Banklizenz und deklariert den Bürgschafts Betrag den man im Rahmen des EFSF bekommen hat als Eigenkapital. Bei einer Eigenkapitalquoten von 12,5% könnte diese neue Bank nun Fremdkapital für 700 Milliarden Euro aufnehmen und so könnte der EFSF für 800 Milliarden Euro Staatsanleihen kaufen.


Bei dem bisherigen Verfahren konnten für angenommene 100 Milliarden Euro Garantiesumme, welche die Euro-Länder an Garantien dem EFSF gegeben haben, maximal 100 Milliarden zum Kauf von Staatsanleihen leidender Euro-Länder ausgegeben werden.
Das klingt auf den ersten Blick nach einer guten Idee, weil die Summe, für die Deutschland, die Niederlande, Österreich und andere Länder haften müssen, nicht weiter erhöht werden müsste.
Doch das Ausfall-Risiko steigt! Die Summe, die Länder über neue Staatsschulden und damit Steuern bezahlen muss, steigt auch um den Faktor acht!

Dazu eine Modell-Rechnung: Die Länder garantieren mit 100 Milliarden Euro und der Fond nimmt 700 Milliarden Fremdkapital auf. Der EFSF könnte nun für 800 Milliarden Euro Staatsanleihen kaufen. Das Fremdkapital würde im Falle eines Zahlungsausfalls vorrangig vor den als Eigenkapital dienenden Bürgschaften verbraucht werden. Wäre das nicht der Fall, dann gebe es für die Kapitalgeber gar keine Absicherung und sie könnten das Geld auch direkt Griechenland, Portugal & Co leihen.
Fällt nun von den Krediten ein Achtel wegen Pleite und / oder Haircut aus, bei Griechenland sprechen wir inzwischen von einem Ausfall von der Hälfte, dann würde der EFSF nur noch für seine ausgeliehenen 800 Milliarden Euro einen Betrag von 700 Milliarden zurückerhalten. Der Verlust von 100 Milliarden würde aber vorrangig von den Bürgen getragen. Das heißt die Bürgschaft wäre in ihrer vollen Höhe fällig zu stellen.

In dem bisherigen Modell (Haircut um 12,5 Prozent) würden die bürgenden Steuerzahler von 100 Milliarden Euro lediglich 12,5 Milliarden Euro in Realität bezahlen müssen. In dem gehebelten Modell wären die kompletten 100 Milliarden Euro fällig.
Alles in allem also gehebelter Wahnsinn, elegant verpackt!

Die Umsätze im deutschen Einzelhandel sind im August überraschend stark um
3% im verglichen zum Juli 2011 zurückgegangen. Analysten hatten nur mit einem Minus von 0,5% gerechnet.

Die Inflationsrate in der Eurozone betrug im September 2011 genau 3%. Im August 2011 waren es “nur” 2,5% gewesen. Man sieht daran sehr gut, daß die Inflation von der Entwicklung der Geldmengen getragen wird. 
Der Zusammenhang ist der, daß die Preise für eine bestimmte Menge an Gütern steigen muß, wenn die dazugehörge, im Umlauf befindliche Geldmenge zunimmt.
Wir laufen nun also mit steigenden Inflationsraten in den nächsten Abschwung hinein. Das ist eine eher seltene, aber dafür besonders explosive Mischung. 
Normalerweise müssten die Preise bei wirtschaftlicher Schwäche ja sinken, weil die fallende Nachfrage den Wettbewerb untereinander verstärkt, die Rohstoffe unter Druck kommen und von der Lohnseite her, durch die steigender Arbeitslosigkeit) ebenfalls keine Gefahren nach oben kommen.

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im September 2011 dafür etwas aufgehellt. Wenn man die aktuellen Zahlen zum Monat Septmber betrachtet ging es von 55,7 im August auf 59,4 Punkte nach oben. Die Amerikaner sind eben unverbesserliche Optimisten und die Stimmung der Verbraucher ein extrem wichtiger Faktor, wenn man bedenkt, dass der private Verbrauch etwa 70% der US-Wirtschaftsleistung ausmacht.


Und zum Schluß noch einige Zahlen, die den Kampf der Schweizer gegen den starken Franken dokumentieren. Die Devisenanlagen (also alle in ausländischen Währungen gehaltenen Gelder) der Schweizerischen Nationalbank (SNB) alleine im August 2011 im Zuge des Kampfes gegen den Anstieg des Franken von 189 Milliarden auf rund 281 Milliarden Franken zugenommen. Das sind über 92 Mrd. Franke in nur einem einzigen Monat! 
Wenn man das auf ein Jahr hochrechnet, dann reden wir etwa über 1 Billion, die so nur über diesen Weg zusätzlich ins System kommt, denn die SNB muß ja diese Franken zusätzlich drucken, um damit beispielsweise Euros erwerben zu können.

 Weiters teilte die SNB mit, daß sich als Folge der Eingriffe, ihre Bilanz von 249,6 Milliarden auf 365,6 Milliarden Franken ausgeweitet habe.

Interbankenmarkt am austrocknen, CDS auf Höchstständen

Immer dann, wenn die Banken sich untereinander weniger vertrauen ziehen sie es vor Ihre Reserven bei den Zentralbanken zu parken anstatt sich untereinander Geld zu leihen. Auch 2008 kam zu einem Zusammenbruch des Interbankenmarkts.


Der aktuelle Zusammenbruch kündigt sich bereits seit längerem an und scheint nun mehr und mehr zur Realität zu werden. Wenn der Interbankenmarkt zusammenbricht, leihen sich die Banken untereinander kein Geld mehr, eben weil sie nicht wissen, wie es um diejenige Bank, der sie Geld verleihen, bestellt ist und ob sie ihren Kredit wiederbekommen. Nun ist aber gerade jener Interbankenmarkt für die Funktionsfähigkeit unseres Weltfinanzsystems essentiell,

Factor Absorbing Funds FED

Factor Absorbing Funds FED

Die obige Grafik zeigt, dass amtliche Stellen und Zentralbanken auf massive Art und Weise ihre Reserven bei der Zentralbank der USA, der Federal Reserve, parken und sicher verwahren wollen.
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Weltweite Panik auf den Märkten – wie geht es weiter?

Wenn man sich die aktuelle Berichterstattung ansieht hat man das Gefühl wir sind nochmal mit einem blauen Auge davongekommen. Es ist schon erstaunlich wie man negatives in positives drehen kann. Wären früher Verluste von 3% oder mehr als Crash bezeichnet worden so gewöhnt man sich an negative Zahlen und redet sie schön. Dabei kann man den Tag nur als schwärzesten Montag weltweit für die Börsen beschreiben. Dow – 5,5%, Nasdaq – 6,9%, S&P 500 – 6,7%, Dax – 5% und in Athen -6%, die tiesten Kurse seit 14 Jahren, dauraufhin wurden gleich Leerverkäufe für zwei Monate ausgesetzt. Wenn man dann noch die Verluste aus der Vorwoche dazunimmt steht man z.B. beim Dax bei -17%. Wenn das kein Crash ist?? Weiterlesen

Inflate or die

Die wohl interessanteste Aussage zum downgrade der USA, gab wohl Ex-FED-Chef Alan Greenspan. Er sagte wortwörtlich:

“This is not an issue of credit rating. The United States can pay any debt it has because we can always print money to do that. There is zero probability of default,”

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Schuldendeal erreicht, aber das Problem ist nur Aufgeschoben

Das sollte man gesehen haben:

Erhöhungen des US Schludenlimits

US - Schuldenlimit

Und auch die nächste Grafik. Bei den Wahlen 2012 werden wir irgendwo bei 120% des BIP stehen:

Schuldenlimit in Prozent des GDP

US-BIP im freien Fall! Spanien vor Abstufung! Börsen, Zinsen, Edelmetalle

Im wieder eine Freude, die frei von der Leber verfassten Artikel von Gerald Kastner zu lesen! Die geradlinige Art und Weise der Formulierung ist vielleicht nicht jedermanns Sache, doch er trifft den Nagel auf den Kopf und vielleicht kann man auch nur so “wachrütteln”
Must Read: US-BIP im freien Fall! Spanien vor Abstufung! Börsen, Zinsen, Edelmetalle

Visualisierung der US Staatschulden

um ein besseres Gefühl für “Billions and Trillions” zu bekommen und einen Eindruck der amerikanischen Schulden in 100 $ Scheinen (Europa ist auch nicht besser!)
Visualisierung der US Schulden