Tag Archiv für Gold

Das 8. Weltwunder nach Einstein

Die meisten echten Schwierigkeiten, genauso wie die aktuellen Schuldenprobleme der Staaten, haben keine politische Ursache, sondern sind eine Folge des Zinseszins und unseres ungedeckten Papiergeldsystems.

Wir haben die Ungleichgewichte mit der Schere Arm-Reich und der Überschuldung der Staaten fast in allen Ländern weltweit, wobei sich die Dinge über Jahrzehnte hinweg jeweils unter den verschiedensten Regierungen angestaut haben.
 Egal ob bei schwarz, rot, blau, grün oder orange, egal wer an der Regierung war und völlig unabhängig von irgendwelchen Koalitionen, haben alle Regierungen eines gemeinsam fertig gebracht:

Jede Regierung und jede Koalition hat den Nachfolgern mehr Schulden hinterlassen als beim Antritt übernommen wurden. Und genau das ist das Hauptproblem. Niemand kann die stärkste Kraft des Universums, das ist laut Albert Einstein die Macht des Zinseszins, besiegen, aushebeln oder auf Dauer außer Kraft setzen. Weiter bezeichnete Einstein den Zinseszins auch als das 8. Weltwunder.

Im nachfolgenden Video erklärt Dirk Müller die Wertentwicklung einer Geldanlage von einem Euro Cent im Jahr 1 nach Christus auf Basis von 5 Prozent Zinseszins:

Übersicht der Wertentwicklung:

Jahr 1                               1 Euro-Cent
Jahr 96                            52 Euro-Cent
Jahr 142                       5,20 Euro
Jahr 189                     51,70 Euro
Jahr 236                   512,10 Euro
Jahr 297              10.000,00 Euro
Jahr 439            10 Millionen Euro
Jahr 1466          eine Weltkugel aus Gold
Jahr 1749          eine Million Weltkugeln aus Gold
Jahr 1890          eine Milliarde Weltkugeln aus Gold
Jahr 2000          200 Milliarden Weltkugeln aus Gold

Anmerkung zum Vergleich: Die Kantenlänge eines Würfels allen bisher geförderten Goldes auf der Welt beträgt etwa 20 Meter.

Obwohl sowohl Anfangsbetrag als auch Zinssatz eher niedrig sind, kommt es im Laufe der Zeit zu einem exorbitanten Vermögenszuwachs. Welche Schlussfolgerungen ergeben sich aus all dem?

Das Beispiel mit der Verzinsung von einem Euro Cent  zeigt, dass jedes auf Zins aufgebaute System immer nur für einen gewissen Zeitraum funktionieren kann. Aufgrund des Zinsesszinseffektes kommt es in der Spätphase des Zinssystems zu einem exponentiellen Anstieg der Gesamtschulden.

Da die Entwicklung in Richtung Unendlichkeit tendiert, es jedoch keine unendlichen Schulden geben kann, bricht das System am Ende in sich zusammen.

Kurssturz bei den Edelmetallen – Hat sich die Situation geändert?

Die Krise spitzt sich Tag für Tag zu. Börsen crashen, Bankenkurse fahren in großen Schritten in den Keller. Edelmetalle dagegen stiegen in letzter Zeit stark an, erreicht vor Wochen gar neue Rekordstände und dann kam der Freitag: Gold stürzt über 5%, Silber über 13%. – Aktienkurse dagegen erholten sich wie von Geisterhand getrieben von Ihren Tagestiefs und stiegen drastisch nach oben. Wird jetzt alles gut? Ist die Goldpreisblase geplatzt. Hat sich irgendetwas an der Weltlage verändert?


Wohl kaum! Es ist nicht vorstellbar, dass Edelmetallbesitzer plötzlich ihre Meinung geändert haben und ihre Edelmetalle ohne Limit auf den Markt geworfen haben. Wer Gold kauft, tut dies zum überwiegenden Teil aus Absicherungsgründen um die Kaufkraft seines Vermögens in die Zukunft zu retten.

Es gibt mehrere Gründe für diesen Kursturz am Freitag. Einerseits bahnt sich wieder eine Liquiditätskrise an und Händler sind gefordert in allen Assetklassen zu Verkaufen um Geld zu machen. Da fallen nach dem Kurstürzen an den Börsen am Freitag auch die Edelmetalle darunter. Andererseits sind kam es in den letzten Monaten bei den Edelmetallen zu sehr starken Kursgewinnen, die auch verdaut werden müssen. Da sind Kursrücksetzer nur gesund! Weiters erhöht CME erneut die Sicherheitsleistung (Margin) für Gold- und Silberkontrakte an der COMEX um 21,5% bei Gold und 15,6% bei Silber. Das ist die dritte Erhöhung in dieser Größenordnung innerhalb kürzester Zeit seit 11.08.2011.

Wenn man den Goldpreis in EUR set 1.10.2010 ansieht, so ist der Schaden des “Größten Goldchrash aller Zeiten”, wie der Freitag in manchen Medien bezeichnet wird relativ gering. Von 956,28 am 1.10.2011 auf 1228,15 am 23.9.2011 ist das immerhin noch ein plus von fast 30%.

01.10.2010 - 23.09.2011

Goldpreis in Euro 1 Jahr

 

 

Interessant finde ich auch den Goldpreis in EUR seit dem Jahr 2000. Können Sie hier einen Trend erkennen?

2000 - 2011

Downgrades, schlechte Wirtschaftsdaten und FED Ankündigung entäuscht

Anfang der Woche hat die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) das Kreditrating für Italien abgesenkt. Die Ratingagentur Moody’s senkte die Bonität Sloweniens und Madeiras um eine Stufe auf Aa3. Als Begründung gibt man die steigende Staatsverschuldung sowie wachsende Probleme im Unternehmens- und Finanzsektor an. Der Ausblick ist negativ.
Moody’s hat vor einigen Tagen auch die Kreditwürdigkeit einige Banken aus den USA nach unten gestuft. Betroffen waren die Bank of America, Wells Fargo und die Citigroup. Hier ist die Begründung, das es fraglich ist, ob der amerikanische Staat bei weiteren Schwierigkeiten noch einmal unterstützend eingreifen kann.
S&P stufte auch die Bonität von 7 italienischen Banken herunter, der Ausblick von 15 italienischen Banken wurde auf “negativ” gesetzt. Die Begründung lautet, das die Risiken für die Geschäfte erheblich zugenommen hätten.


Diese Downgrades schmerzen in der aktuellen Lage, da es noch schwieriger und teurer wird Geld zu beschaffen. Weiters werden durch den der Vertrauensverlust auch Gelder abgezogen. Letzte Woche hat Moody’s ja schon die französische Credit Agricole und Societe General herabgestuft, woraufhin Siemens diese Woche über 500 Millionen Euro Guthaben von den französischen Banken zur vermeintlich sichereren Europäischen Zentralbank (EZB) transferiert.

Die Eurozonenwirtschaft als Ganzes betrachtet schrumpft. Der Einkaufsmanager-Index für die gesamte Privatwirtschaft im Euroraum fiel im September 2011 auf nur noch 49,2 Zähler – von 50,7 im August. Der weitere Ausblick ist negativ und Werte unter 50 zeigen ein Schrumpfen an.

Wir laufen also relativ schwach, unflexibel und überschuldet in den nächsten Abschwung hinein, denn genau auf das deuten alle aktuellen Konjunkturzahlen hin. Der viel beachtete ZEW Index brach zum Beispiel im September 2011 um weitere 5,7 Punkte auf minus 43,3 ein. Hier werden regelmäßig 400 Analysten und institutionelle Anleger nach ihren mittelfristigen Erwartungen zur Konjunktur- und Marktentwicklung für Deutschland befragt
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