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Coup der Notenbanken im Kampf gegen die Vertrauenskrise

Nachdem diese Woche das Umfeld auf den Märkten extrem angespannt war, brauchte es wieder einmal eine beruhigende Maßnahme. Wie wir in unserem letzten Artikel (Interbankenmarkt am austrocknen) beschrieben haben, ist es für europäische Banken zunehmend schwerer geworden sich Dollar am Interbankenmarkt zu leihen.


Das Vertrauen unter den Banken war so gering, dass die Reserven lieber ohne Zins, aber sicher bei der Federal Reserve (FED) geparkt wurde. Speziell französische Banken waren im Blickfeld, da sie durch eine Pleite Griechenlands enorme Abschreibungen hinnehmen müssten, die sie vielleicht nicht überleben würden. Moody’s sah das genau so und das Rating von Societe Generale und Credit Agricole wurden herabgestuft.

Genau im richtigen Moment veröffentlichten die wichtigsten Zentralbanken (Europäische Zentralbank (EZB), die FED in den USA, sowie die Notenbanken von Großbritannien, Japan und der Schweiz) eine gemeinsame Aktion um die Liquidität zu erhalten. Sie werden im Oktober, November und Dezember jeweils drei Monate laufende Dollar Refinanzierungsgeschäfte auflegen, bei denen sich die Banken die notwendigen Mittel zu einem Zinssatz von knapp über 1 % leihen können. Das heißt nichts anderes als das alle Banken in Europa, bei Bedarf so viele Dollar wie sie wollen, zu einem Zinssatz von 1 % von den Notbanken zur Verfügung gestellt bekommen!
Das löst auf ungeheuerliche Art ein Finanzierungsproblem der Banken, ändert aber nichts an der desaströsen Lage der Vermögenswerte in den Bilanzen der Banken. Die Probleme werden wieder einmal auf die lange Bank geschoben, aber nicht gelöst.
An den Aktienmärkte sorgte die Aktion bei den Banktiteln natürlich für ein Kursfeuerwerk.
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