Tag Archiv für Frankreich

Abstufungswettlauf der Ratingagenturen

Unerbittlich stufen die großen Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody‘s und Fitch die Kreditwürdigkeit europäischer Banken und Länder nach unten. Was sich in den letzten vier Wochen abgespielt hat, ist so dramatisch, dass einem fast die Worte fehlen. Vor noch nicht allzu langer Zeit waren die Diskussion über eine Abstufung eines Landes oder von Kreditinstituten noch ein mediales Großereigniss, heute empfindet man dabei schon nichts besonderes mehr. Doch Achtung, die Wahrheit wird uns nur scheibchenweise präsentiert. Hier ein Gesamtüberblick, damit Sie die wahren Ausmaße der Eurokrise erkennen.


Diese Woche traf es zehn spanische Banken, darunter die Großbanken Banco Santander und BBVA. Die Begründung: die sich
eintrübenden Wirtschaftsaussichten in Spanien, die den Bankensektor in den nächsten 15 bis 18 Monaten belasten würden. In Italien traf es ebenfalls drei Banken.
Zuvor hatten die Ratingagenturen die Länder Spanien und Italien abgestuft. Spanien hat somit nur noch “AA–”, Italien “A+”. Moody’s nahm gleichzeitig auch Belgien ins Visier und drohte ebenfalls mit dessen Abstufung. Die Kreditwürdigkeit Sloweniens war von Moody’s bereits vorher auf “Aa3″ gesenkt worden. Gleichzeitig wurden noch acht griechische Banken um zwei weitere Stufen herabgestuft.
Vor wenigen Tagen senkte Moody’s auch die Bonität von zwölf britischen Banken, darunter die Royal Bank of Scotland (RBS). Begründung: Zweifel am Ausmaß der Unterstützung der Banken durch die Regierung. Zusätzlich wurden neun portugiesische Banken abgestuft, darunter auch die staatliche Caixa Geral de Depositos, die größte Bank des Landes, sowie die BCP, die größte Privatbank.
Mitte September hatte Moody’s bereits die Bonität der französischen Banken Crédit Agricole und Société Générale, aufgrund ihres Griechenlandengagements, um jeweils eine Stufe heruntergestuft.

Fassen wir also zusammen:

  • Italien abgestuft
  • Spanien abgestuft
  • Slowenien abgestuft
  • Ankündigung, dass Belgien abgestuft wird
  • Zehn spanische Banken abgestuft
  • Drei italienische Banken abgestuft
  • Zwölf britische Banken abgestuft
  • Neun portugiesische Banken abgestuft
  • Zwei französische Banken abgestuft

Das alles in nur VIER Wochen! Eine Katastrophe, aber nur der Anfang.

Meltdown Part 3: “Paying the Price”

Teil drei der vierteiligen Reihe.


From Zero Hedge:
We continue the Meltdown series with part three out of four: Paying the Price, which looks at how the victims of the 2008 financial crash fight back. A protesting singer in Iceland brings down the government; in France a union leader oversees the kidnapping of his bosses; and thousands of families are made homeless in California.

Hordur Torfason, an Icelandic singer, leads the way in holding protests over the country’s economy, calling for the resignation of the government and new elections. Geir Haarde, the prime minister of Iceland, was surrounded and pelted by the protestors. Haarde soon resigned and the country’s government collapsed.

In France, workers fought back to claim their rights. The Continental Tire factory announced its plant would close by 2010, meaning job losses for its 1,120 employees. Workers occupied offices and trashed the place in protest. Protests spread right across France and Europe.

As the grim toll of the financial crisis continues to mount around the world, many governments are looking for the true causes of the meltdown. In many cases, what they are discovering amounts to a crime.

Interbankenmarkt am austrocknen, CDS auf Höchstständen

Immer dann, wenn die Banken sich untereinander weniger vertrauen ziehen sie es vor Ihre Reserven bei den Zentralbanken zu parken anstatt sich untereinander Geld zu leihen. Auch 2008 kam zu einem Zusammenbruch des Interbankenmarkts.


Der aktuelle Zusammenbruch kündigt sich bereits seit längerem an und scheint nun mehr und mehr zur Realität zu werden. Wenn der Interbankenmarkt zusammenbricht, leihen sich die Banken untereinander kein Geld mehr, eben weil sie nicht wissen, wie es um diejenige Bank, der sie Geld verleihen, bestellt ist und ob sie ihren Kredit wiederbekommen. Nun ist aber gerade jener Interbankenmarkt für die Funktionsfähigkeit unseres Weltfinanzsystems essentiell,

Factor Absorbing Funds FED

Factor Absorbing Funds FED

Die obige Grafik zeigt, dass amtliche Stellen und Zentralbanken auf massive Art und Weise ihre Reserven bei der Zentralbank der USA, der Federal Reserve, parken und sicher verwahren wollen.
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Ernüchternde Wirtschaftsdaten

Am Freitag hatten die Arbeitsmarktdaten für den August die Börsen weltweit weiter nach unten gezogen. Im August wurden in den USA keine Stellen neu geschaffen, teilte das US-Arbeitsministerium mit. Die Arbeitslosenquote blieb bei 9,1 Prozent.


Die deutsche Wachstumslokomotive verlor an Fahrt, in Italien droht das Sparpaket wieder aufgeschnürt zu werden; Spanien stieß beim Verkauf von Anleihen auf eine schwache Nachfrage. Schließlich bleibt ein Fragezeichen hinter Griechenland, das Zeitungsberichten zufolge seine Defizitziele nicht erreicht.

Auch die Konjunkturdaten der USA entäuschten erneut. Das ursprünglich erwartete Wachstum für 2011 wurde um 0,90% nach unten korrigiert (von 2,6% auf 1,7%) und in 2012 von 3,60% auf 2,60%. Diese Zahlen sind immer noch optimistisch, denn es ist nicht zu erkennen, wie das BIP in den USA im nächsten Jahr um 2,60% steigen soll?!
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Der Kapitalismus zerstört sich selbst

Quelle: Philipp Löpfe, Bernerzeitung.ch/Newsnetz

«US-Konzerne horten Geld», schreibt die «NZZ» im Wirtschaftsteil und fügt dann eine eindrückliche Liste an, welche Firmen auf wie grossen Geldbergen sitzen. Um eine lange Geschichte kurz zu machen: US-Unternehmen horten derzeit rund 2000 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Das Bruttoinlandprodukt der USA im Jahr 2010 betrug rund 14 Billionen Dollar, also rund siebenmal soviel. «Amerikanische Firmen haben so viel Geld in ihren Kassen wie noch nie zuvor», stellt die «NZZ» lakonisch fest.


In der «New York Times» stellt der legendäre Investor Warren Buffett ebenfalls eine Rechnung an: «Die Superreichen zahlen 15 Prozent Steuern auf dem größten Teil ihres Einkommens und sie zahlen praktisch keine Lohn-Nebenkosten», schreibt er. «Ganz anders sieht die Lage für die Mittelschicht aus: Sie zahlt typischerweise zwischen 15 und 25 Prozent Steuer auf ihrem Einkommen und dazu gesellt sich zusätzlich eine kräftige Portion Lohn-Nebenkosten.» Die Superreichen sind in den letzten 20 Jahren gemäß Buffett extrem gut gefahren. Seit 1992 hat sich ihre Steuerbelastung von durchschnittlich 29,2 Prozent auf 21,5 Prozent verringert, obwohl sich das steuerbare, jährliche Einkommen der 400 Reichsten auf unglaubliche 227,4 Millionen Dollar im Durchschnitt erhöht hat.
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Weiterhin Nervosität an den Märkten

In den letzten Tagen sahen wir Schwankungen von 500 Punkten DOW und dem DAX. Nach dem Ausverkauf am Mittwoch legten die US-Börsen gestern zu. Die Nervosität bleibt Marktbestimmend und bislang sind diese Moves technische Gegenbewegungen. Ob wir ein einem solch Markt überhaupt eine längere Bodenbildungsphase sehen bleibt abzuwarten.
Der Goldpreis kam leicht unter Druck, was auf die Erhöhung der Margin Anforderung für einen Goldkontrakt (das sind 100 Unzen) an der Terminbörse COMEX von zuletzt 4.500 USD auf 5.500 USD und der überkauften Situation zurückzuführen ist. Ein typisches Spielchen, das immer dann zum Einsatz kommt wenn Gold oder Silber zu stark gestiegen sind. Zuletzt wurde diese Maßnahme beim Silberpreis eingesetzt, als er über 45$ gestiegen war. Die Folge war eine sehr deutliche Korrektur im Silberpreis. Weiterlesen