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Die Börsenkrise ist eine Bankenkrise

Eine Entwicklung, die sich noch weitgehend unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit abspielt macht der „Economist“ vergangenen Woche zum Theme. In einem Beitrag mit der Überschrift „Große Angst“ wurde harsche Kritik an Stephen Hester, dem Chef der Royal Bank of Scotland (RBS) geäußert. Dieser hatte in einem Radiointerview gesagt: “Wie schon bei der Krise von 2007/2008 sei das Problem der aktuellen Krise nicht so sehr der Zustand der Banken als vielmehr ein globales wirtschaftliches Ungleichgewicht“.

Der „Economist“ bezeichnet das als schlicht falsch. Die Banken leiden heute wegen ihrer engen Bindungen an die Regierungen. Vor drei Jahren basierten die Probleme auf ihrern eigenen schlechten Entscheidungen.

Die Banken haben klammheimlich wieder aufgehört, einander Geld zu leihen. Dies war schon bei der letzten Krise der Auslöser zum Crash. Und ähnliche Anzeichen beobachten die Analysten auch jetzt wieder. Die Banken haben einen neuen Rekordbetrag bei der EZB deponiert, so viel wie seit sechs Monaten nicht mehr. Zahlreiche europäische Banken machen sich ernsthaft Sorgen um ihre kurzfristige Liquidität. Dies lässt sich am Euribor-OIS erkennen, einem Indikator, der zeigt, dass die Banken höchst nervös sind, einander Geld zu leihen. Weiterlesen