Tag Archiv für Deutschland

Interbankenmarkt am austrocknen, CDS auf Höchstständen

Immer dann, wenn die Banken sich untereinander weniger vertrauen ziehen sie es vor Ihre Reserven bei den Zentralbanken zu parken anstatt sich untereinander Geld zu leihen. Auch 2008 kam zu einem Zusammenbruch des Interbankenmarkts.


Der aktuelle Zusammenbruch kündigt sich bereits seit längerem an und scheint nun mehr und mehr zur Realität zu werden. Wenn der Interbankenmarkt zusammenbricht, leihen sich die Banken untereinander kein Geld mehr, eben weil sie nicht wissen, wie es um diejenige Bank, der sie Geld verleihen, bestellt ist und ob sie ihren Kredit wiederbekommen. Nun ist aber gerade jener Interbankenmarkt für die Funktionsfähigkeit unseres Weltfinanzsystems essentiell,

Factor Absorbing Funds FED

Factor Absorbing Funds FED

Die obige Grafik zeigt, dass amtliche Stellen und Zentralbanken auf massive Art und Weise ihre Reserven bei der Zentralbank der USA, der Federal Reserve, parken und sicher verwahren wollen.
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Ernüchternde Wirtschaftsdaten

Am Freitag hatten die Arbeitsmarktdaten für den August die Börsen weltweit weiter nach unten gezogen. Im August wurden in den USA keine Stellen neu geschaffen, teilte das US-Arbeitsministerium mit. Die Arbeitslosenquote blieb bei 9,1 Prozent.


Die deutsche Wachstumslokomotive verlor an Fahrt, in Italien droht das Sparpaket wieder aufgeschnürt zu werden; Spanien stieß beim Verkauf von Anleihen auf eine schwache Nachfrage. Schließlich bleibt ein Fragezeichen hinter Griechenland, das Zeitungsberichten zufolge seine Defizitziele nicht erreicht.

Auch die Konjunkturdaten der USA entäuschten erneut. Das ursprünglich erwartete Wachstum für 2011 wurde um 0,90% nach unten korrigiert (von 2,6% auf 1,7%) und in 2012 von 3,60% auf 2,60%. Diese Zahlen sind immer noch optimistisch, denn es ist nicht zu erkennen, wie das BIP in den USA im nächsten Jahr um 2,60% steigen soll?!
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Der Kapitalismus zerstört sich selbst

Quelle: Philipp Löpfe, Bernerzeitung.ch/Newsnetz

«US-Konzerne horten Geld», schreibt die «NZZ» im Wirtschaftsteil und fügt dann eine eindrückliche Liste an, welche Firmen auf wie grossen Geldbergen sitzen. Um eine lange Geschichte kurz zu machen: US-Unternehmen horten derzeit rund 2000 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Das Bruttoinlandprodukt der USA im Jahr 2010 betrug rund 14 Billionen Dollar, also rund siebenmal soviel. «Amerikanische Firmen haben so viel Geld in ihren Kassen wie noch nie zuvor», stellt die «NZZ» lakonisch fest.


In der «New York Times» stellt der legendäre Investor Warren Buffett ebenfalls eine Rechnung an: «Die Superreichen zahlen 15 Prozent Steuern auf dem größten Teil ihres Einkommens und sie zahlen praktisch keine Lohn-Nebenkosten», schreibt er. «Ganz anders sieht die Lage für die Mittelschicht aus: Sie zahlt typischerweise zwischen 15 und 25 Prozent Steuer auf ihrem Einkommen und dazu gesellt sich zusätzlich eine kräftige Portion Lohn-Nebenkosten.» Die Superreichen sind in den letzten 20 Jahren gemäß Buffett extrem gut gefahren. Seit 1992 hat sich ihre Steuerbelastung von durchschnittlich 29,2 Prozent auf 21,5 Prozent verringert, obwohl sich das steuerbare, jährliche Einkommen der 400 Reichsten auf unglaubliche 227,4 Millionen Dollar im Durchschnitt erhöht hat.
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