Gold is Money. Everything else is credit

Gold is money. Everything else is credit. -J.P. Morgan, testifying to Congress in 1912.

Das Treffen von Merkel & Sarkozy enttäuschte diejenigen, die sich erhofft hatten, dass Deutschland der Vergrößerung des EFSF oder der Einführung von Eurobonds zustimmen würde. Gestern wurde bekannt, dass sich eine große europäische Bank 500 Millionen Euro bei der EZB zu 1,1% geliehen hat – das schürte Ängste in den Märkten, dass es ein Liquiditätsproblem geben könnte.

Die finnische Regierung machte auf sich aufmerksam, indem sie Griechenland aufforderte, Sicherheiten für finnische Hilfszahlungen an Griechenland zu hinterlegen. Man muss sich das einmal vorstellen – und was, wenn das Schule macht und auch andere Länder Sicherheiten verlangen? In Deutschland brannten wieder hunderte Luxusautos aus Protest gegen “reiche Säcke”. Das Ergebnis all dessen ist ein massiver Rückgang an den Aktienmärkten, steigende Zinsen an den Bondmärkten und steigende Gold- und Silberpreise.

Der Dax z.B. verliert gestern über 5% und liegt heute schon wieder bei 3% im Minus. Kumuliert verliert er damit schon über 26% seit 26.7.2011. Aber solche Verluste werden mittlerweile schon als “normal” empfunden wo früher ein Verlust mit mehr als 3% als Crash empfunden wurde. Ich habe schon in einem anderen Artikel darüber geschrieben: Weltweite Panik an den Märkten – Wie geht es weiter Gold ist zu neuen Höchstständen vorgestoßen: $ 1.863, € 1.305 und CHF 1.466.

Hugo Chavez, der venezolanische Staatspräsident, gab bekannt, dass er plant, die inländische Goldindustrie zu verstaatlichen und – was noch wichtiger ist – er hat die Bank of England aufgefordert, 99 Tonnen des venezolanischen Goldes herauszugeben. Es soll nach Venezuela überführt und in Caracas gelagert werden. Insgesamt sollen 211 Tonnen Gold, die derzeit in verschiedenen europäischen und amerikanischen Banken lagern – u.a. bei JP Morgan, Barclays und der Bank of Nova Scotia – zurückgeholt werden. Möglicherweise plant Chavez sogar, eine mit Gold (und Öl) unterlegte Währung – sollte das der Fall sein, dürfte seine Lebenserwartung allerdings stark abnehmen. Einige südamerikanische Länder haben derzeit Gold im Wert von 540 Milliarden Dollar in europäischen Banken gelagert, diese Länder könnten sich Venezuela als Vorbild nehmen…

Das wird dem Goldkartell gar nicht schmecken. Warum? Nun, wie vielen bekannt sein dürfte, werden für jede physisch vorhandene Unze Gold mindestens 30-45 Unzen Papiergold gehandelt. Was bedeutet das? Ganz einfach: Reise nach Jerusalem mit 45 Leuten und einem Stuhl… Sprich: jede vorhandene Goldunze wurde an etwa 30-45 Leute verkauft – das nennt man fractional banking (wer wissen will, wie Geld entsteht – hier klicken) – ich nenne das hochgradigen Betrug! Wenn ein Autohändler einen Wagen an 45 verschiedene Leute verkauft, dann wird er zu Recht wegen Betrug ins Gefängnis geworfen – die Banken dürfen das. Warum? Weil die Banken dem Staat auch noch das blöd sinnigste Vorhaben finanzieren – schließlich zahlt der Staat – also die Steuerzahler – die Zinsen.

Wenn das Beispiel von Venezuela auch andere Länder animiert, ihre Goldbestände von den amerikanischen und englischen Banken abzuziehen, weil sie ihnen – mit Recht – nicht mehr trauen – dann wird es einen riesigen Nachfragedruck nach Gold geben, weil das fehlende Gold am Markt schnell nachgekauft werden muss. Bei kleinen Ländern kann die Politik mit entsprechenden Drohgebärden hier sicherlich “Abhilfe” schaffen. Aber was ist, wenn der Iran oder Russland sein Gold haben will? Sollte das passieren, wird es ganz schnell so sein, dass Rohstoffländer ihre Schätze nur noch gegen Hartgeld abgeben – also gegen Gold, Silber, Platin, etc… Der Dollar dürfte dann sehr schnell Geschichte sein – zumindest in seiner Eigenschaft als weltweite Reservewährung.

Weiters steigt die Arbeitslosigkeit in den USA auch stärker als erwartet und der Fed-Philly-Index, der die Stimmung des verarbeitenden Gewerbes ausdrückt, brach um 34 Punkte ein.
Schon Gold und/oder Silber gekauft?

Angelehnt an: Brian Rogers von Fator Securities via Zero Hedge

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