Weiterhin Nervosität an den Märkten

In den letzten Tagen sahen wir Schwankungen von 500 Punkten DOW und dem DAX. Nach dem Ausverkauf am Mittwoch legten die US-Börsen gestern zu. Die Nervosität bleibt Marktbestimmend und bislang sind diese Moves technische Gegenbewegungen. Ob wir ein einem solch Markt überhaupt eine längere Bodenbildungsphase sehen bleibt abzuwarten.
Der Goldpreis kam leicht unter Druck, was auf die Erhöhung der Margin Anforderung für einen Goldkontrakt (das sind 100 Unzen) an der Terminbörse COMEX von zuletzt 4.500 USD auf 5.500 USD und der überkauften Situation zurückzuführen ist. Ein typisches Spielchen, das immer dann zum Einsatz kommt wenn Gold oder Silber zu stark gestiegen sind. Zuletzt wurde diese Maßnahme beim Silberpreis eingesetzt, als er über 45$ gestiegen war. Die Folge war eine sehr deutliche Korrektur im Silberpreis.

In der Zwischenzeit tauchen Gerüchte auf Frankreich könnte als nächster sein Triple AAA rating verlieren. Die ganzen Rettingschirme belasten den französischen Haushalt zu stark. Speziell die Französischen Banken Societe General (Kursverlust von -20% am Mittwoch) und Credit Agricole (Kursverlust von – 14% am Mittwoch) geraten in Problem, da Sie extrem Stark in Griechenland, Italien und Spanien investiert sind und riesige Abschreibungen zu verzeichnen haben. Auch die schlechte BIP Zahlen für das zweite Qaurtal 0,0% also 0 Wachstum tragen wirken nicht gerade beruhigend. Sollte Frankreich sein Top Rating verlieren bleibt von den großen Zahlern im Europäischen Rettungschirm nur noch Deutschland über. Das wird auch Deutschland alleine nicht schaffen und somit würde dies das aus für den Europäischen Rettungschirm bedeuten.

Jetzt verbieten die Behörden in Frankreich, Italien und Spanien wieder einmal das Shortselling von Bankaktien: Wer damit rechnet, dass die Kurse sinken, darf die Aktien nicht mehr leer verkaufen, also ohne dass er zum Verkaufszeitpunkt darüber verfügt. Das wird genauso wenig funktionieren wie frühere Verbote. Im besten Fall bewirken sie nichts, im schlechtesten Fall wecken sie Verdacht und Unsicherheit.

Auch die Schweizer Nationalbank war gestern wieder sehr aktiv mit Stützungskäufen unterwegs und hat damit den Franken von 1:1 zum Euro auf 1:1,1 gebracht und die SNB denkt über eine Untergrenze des Wechselkurs zum Euro bei 1,15 – 1,20 nach, was einer Bindung des Franken an den Euro gleichkommt. Für die Schweiz gibt es keine andere Möglichkeit im Abwertungswettlauf mit den USA und Europa mitzuspielen, die Schweizer Wirtschaft ächzt unter der Aufwertung des Franken und hat dadurch massive Wettbewerbsnachteile. Übrigens kostete am 11.08. ein Big Mac Menü in Zürich 17,78 USD!!

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