Downgrade der USA, Abwertungswettlauf und QE 3

Den USA verlieren zum ersten Mal Ihre Top Bonität (AAA) und werden von der Ratingagentur Standard & Poor nuhr mehr mit AA+ bewertet. Wenn man sich die aktuellen Zahlen der US Wirtschaft und Schuldenentwicklung ansieht, war dieser Schritt schon lange überfällig. Alleine in den ersten zwei Tagen nach Erhöhung des Schuldenlimits hat man bereits Kredite von ca. 240 Milliarden Dollar aufgenommen und die Schuldenquote beträgt jetzt 14,58 Billionen Dollar, mehr als 100% der amerikanischen Wirtschaftsleistung!
Verlust der Top Bonität bedeutet höher Zinsen für Staatsanleihen und damit wird die Finanzierung der Schulden immer teurerer. Außerdem hat diese Abstufung erhebliche Auswirkungen auf die Märkte. Viele große Fonds (z.B. Pensionsfonds) dürfen nur Anleihen höchster Bonität im Portfolio halten, das kann zu erheblichen Turbulenzen führen!

Die einzige Möglichkeit der Notenbanken ist nun mit massiven Eingriffen die Zinsen noch eine Zeit lange tief halten zu können.
In der Zwischenzeit kommt es an den Aktienmärkten weltweit zu massiven Einbrüchen und bei vielen Unternehmen wurde in den letzten Tagen alle Gewinne von 2011 vernichtet.

Am Dienstag ist die nächste Sitzung der US Notenbank FED wo mit großer Wahrscheinlichkeit das nächste Quantitative Easing Paket (QE 3) diskutiert wird, was nichts anderes heißt als eigene Staatsanleihen aufzukaufen und Geld ins System zu pumpen. Auch die EZB ließ diese Woche verlautbaren, dass sie die Zinsen nicht mehr erhöhen wollen, weil sich das Umfeld der Weltwirtschaft erheblich verschlechtern würde und ab sofort wieder verstärkt am Anleihenmarkt als Käufer auftreten wird.
Auch Schweiz versucht auf die Aufwertung des Franken am Devisenmarkt zu reagieren und kauft Euro und Dollar und senkte den Leitzins. Man konnte diese Woche jedoch beobachten, dass die Wirkung jedes Eingriffs in weniger als einem halben Tag verpuffte.
Auch Japan kämpft gegen einen starken Yen und hat 500 Milliarden Yen an den Märkten verkauft. Die Notenbank hat auch angekündigt die Geldpolitik extrem zu lockern und man wird das schon gestartete Anleihen – Rückkaufprogramm (wurde nach der Fukushima Katastrophe aufgelegt) von 10 auf 15 Billionen Yen aufzustocken.

Die Notenbanken übertrumpfen sich gegenseitig und bei jedem Anzeichen von stärke einer Währung wird die Geldmenge hochgefahren um die Währung zu schwächen. Wir erleben momentan einen Abwertungswettlauf der verschiedenen Papiergeldwährungen.

Genau diese Maßnahmen führen unweigerlich zu einer Explosion der Geldmenge, welche dann in einer Hyperinflation mündet – sprich einer massiven Entwertung der einzelnen Papiergeld-Einheit.
Es ist also kein Wunder, dass Gold seit vielen Jahren gegen alle Papierwährungen aufwertet. Klar ist mal die eine Währung vorne mal die andere hat immer die gleichen Sieger : Die Edelmetalle. Gold ist eine internationale Währung die von den Regierungen nicht gedruckt werden kann!

Der downgrade der USA wird vermutlich schon nächste Woche dem Goldpreis einen weiteren Schub geben. Man muss sich jedoch bewusst sein dass es starke Schwankungen nach oben und unten geben wird, die langfristige Entwicklung zeigt aber eindeutig stark nach oben.

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