Archiv für 28. August 2011

Verzerrte Realität.

Diese Woche Konnte man unzählige Artikel zur Goldpreiskorrektur in den Massenmedien lesen. „Jetzt platzt die Goldblase usw, war in großen Lettern zu sehen. Bevor wir die Hintergründe dazu näher betrachten vergleichen wir doch mal die Entwicklung des DAX und Gold seit dem 4. Juli 2011. Hier sehen wir ein sehr eindeutiges Bild: DAX – 25,6 %, Gold +21,7%


Der Ausblick in unsere Finanzwelt hat sich ganz und gar nicht zum besseren Verändert. Hinter den Kulissen brennt es immer noch an allen Ecken und Enden und kurze Zwischenkorrektur beim Goldpreis kann nur als „Gesund“ eingestuft werden nach den letzten starken Anstiegen. Außerdem wurden die Spielregeln verändert.
An der COMEX erhöhte die CME erneut die Sicherheitsleistungen für die Goldkontrakte. Die zweite Erhöhung binnen kürzester Zeit! Bereits am 11.08.2011 wurde die Sicherheitsleistung (Margin) um 22% pro Goldkontrakt auf 7.425 USD angehoben. Da dies vom Markt sehr schnell verdaut wurde, kam es diese Woche mal eben zu einer Erhöhung um 27% auf 9.450 USD und Gold wurde kurzfristig auf 1.700$ je Unze gedrückt. Viele kurzfristig eingestiegene Spekulanten mussten dies teuer bezahlen und auch einige spekulative Investoren in Hebelprodukten wurden gnadenlos ausgestoppt. Weiterlesen

Gold is Money. Everything else is credit

Gold is money. Everything else is credit. -J.P. Morgan, testifying to Congress in 1912.

Das Treffen von Merkel & Sarkozy enttäuschte diejenigen, die sich erhofft hatten, dass Deutschland der Vergrößerung des EFSF oder der Einführung von Eurobonds zustimmen würde. Gestern wurde bekannt, dass sich eine große europäische Bank 500 Millionen Euro bei der EZB zu 1,1% geliehen hat – das schürte Ängste in den Märkten, dass es ein Liquiditätsproblem geben könnte.

Die finnische Regierung machte auf sich aufmerksam, indem sie Griechenland aufforderte, Sicherheiten für finnische Hilfszahlungen an Griechenland zu hinterlegen. Man muss sich das einmal vorstellen – und was, wenn das Schule macht und auch andere Länder Sicherheiten verlangen? In Deutschland brannten wieder hunderte Luxusautos aus Protest gegen “reiche Säcke”. Das Ergebnis all dessen ist ein massiver Rückgang an den Aktienmärkten, steigende Zinsen an den Bondmärkten und steigende Gold- und Silberpreise. Weiterlesen

Der Kapitalismus zerstört sich selbst

Quelle: Philipp Löpfe, Bernerzeitung.ch/Newsnetz

«US-Konzerne horten Geld», schreibt die «NZZ» im Wirtschaftsteil und fügt dann eine eindrückliche Liste an, welche Firmen auf wie grossen Geldbergen sitzen. Um eine lange Geschichte kurz zu machen: US-Unternehmen horten derzeit rund 2000 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Das Bruttoinlandprodukt der USA im Jahr 2010 betrug rund 14 Billionen Dollar, also rund siebenmal soviel. «Amerikanische Firmen haben so viel Geld in ihren Kassen wie noch nie zuvor», stellt die «NZZ» lakonisch fest.


In der «New York Times» stellt der legendäre Investor Warren Buffett ebenfalls eine Rechnung an: «Die Superreichen zahlen 15 Prozent Steuern auf dem größten Teil ihres Einkommens und sie zahlen praktisch keine Lohn-Nebenkosten», schreibt er. «Ganz anders sieht die Lage für die Mittelschicht aus: Sie zahlt typischerweise zwischen 15 und 25 Prozent Steuer auf ihrem Einkommen und dazu gesellt sich zusätzlich eine kräftige Portion Lohn-Nebenkosten.» Die Superreichen sind in den letzten 20 Jahren gemäß Buffett extrem gut gefahren. Seit 1992 hat sich ihre Steuerbelastung von durchschnittlich 29,2 Prozent auf 21,5 Prozent verringert, obwohl sich das steuerbare, jährliche Einkommen der 400 Reichsten auf unglaubliche 227,4 Millionen Dollar im Durchschnitt erhöht hat.
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Die Börsenkrise ist eine Bankenkrise

Eine Entwicklung, die sich noch weitgehend unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit abspielt macht der „Economist“ vergangenen Woche zum Theme. In einem Beitrag mit der Überschrift „Große Angst“ wurde harsche Kritik an Stephen Hester, dem Chef der Royal Bank of Scotland (RBS) geäußert. Dieser hatte in einem Radiointerview gesagt: “Wie schon bei der Krise von 2007/2008 sei das Problem der aktuellen Krise nicht so sehr der Zustand der Banken als vielmehr ein globales wirtschaftliches Ungleichgewicht“.

Der „Economist“ bezeichnet das als schlicht falsch. Die Banken leiden heute wegen ihrer engen Bindungen an die Regierungen. Vor drei Jahren basierten die Probleme auf ihrern eigenen schlechten Entscheidungen.

Die Banken haben klammheimlich wieder aufgehört, einander Geld zu leihen. Dies war schon bei der letzten Krise der Auslöser zum Crash. Und ähnliche Anzeichen beobachten die Analysten auch jetzt wieder. Die Banken haben einen neuen Rekordbetrag bei der EZB deponiert, so viel wie seit sechs Monaten nicht mehr. Zahlreiche europäische Banken machen sich ernsthaft Sorgen um ihre kurzfristige Liquidität. Dies lässt sich am Euribor-OIS erkennen, einem Indikator, der zeigt, dass die Banken höchst nervös sind, einander Geld zu leihen. Weiterlesen

Chris Martensons “Crash Course”

Endlich gibt es ihn auch in deutsch! Auf www.chrismartenson.com findet man nun auch eine deutsche Version der immer noch aktuellen Präsentation Martensons zu verschiedenen interessanten Themen wie Energie, Wirtschaft und Umwelt. Dieser “Crash Course” soll der Aufklärung möglichst vieler Menschen über ernste “Herausforderungen und Risiken, die unsere Wirtschaft und unseren künftigen Wohlstand bedrohen”, dienen.

Hier gelangen Sie direkt zu den gewünschten Kapitalen: Weiterlesen

Wie wird eigentlich Geld erschaffen

Wenn man verstehen will, was im internationalen Finanzsystem vor sich geht, muss man damit beginnen zu verstehen wie Geld geschaffen wird.

Das Verfahren, wie Geld geschaffen wird, ist so einfach, dass sich unser Verstand dagegen wehrt. – John Kenneth Galbraith

Das Entstehen von Geld ist eine wahrhaft bizarre Angelegenheit, besonders wenn man beginnt darüber nachzudenken.Es handelt sich hierbei eigentlich um einen sehr einfachen Prozess, der aber vielleicht gerade deshalb schwierig zu akzeptieren ist.


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Weiterhin Nervosität an den Märkten

In den letzten Tagen sahen wir Schwankungen von 500 Punkten DOW und dem DAX. Nach dem Ausverkauf am Mittwoch legten die US-Börsen gestern zu. Die Nervosität bleibt Marktbestimmend und bislang sind diese Moves technische Gegenbewegungen. Ob wir ein einem solch Markt überhaupt eine längere Bodenbildungsphase sehen bleibt abzuwarten.
Der Goldpreis kam leicht unter Druck, was auf die Erhöhung der Margin Anforderung für einen Goldkontrakt (das sind 100 Unzen) an der Terminbörse COMEX von zuletzt 4.500 USD auf 5.500 USD und der überkauften Situation zurückzuführen ist. Ein typisches Spielchen, das immer dann zum Einsatz kommt wenn Gold oder Silber zu stark gestiegen sind. Zuletzt wurde diese Maßnahme beim Silberpreis eingesetzt, als er über 45$ gestiegen war. Die Folge war eine sehr deutliche Korrektur im Silberpreis. Weiterlesen

Weltweite Panik auf den Märkten – wie geht es weiter?

Wenn man sich die aktuelle Berichterstattung ansieht hat man das Gefühl wir sind nochmal mit einem blauen Auge davongekommen. Es ist schon erstaunlich wie man negatives in positives drehen kann. Wären früher Verluste von 3% oder mehr als Crash bezeichnet worden so gewöhnt man sich an negative Zahlen und redet sie schön. Dabei kann man den Tag nur als schwärzesten Montag weltweit für die Börsen beschreiben. Dow – 5,5%, Nasdaq – 6,9%, S&P 500 – 6,7%, Dax – 5% und in Athen -6%, die tiesten Kurse seit 14 Jahren, dauraufhin wurden gleich Leerverkäufe für zwei Monate ausgesetzt. Wenn man dann noch die Verluste aus der Vorwoche dazunimmt steht man z.B. beim Dax bei -17%. Wenn das kein Crash ist?? Weiterlesen

Inflate or die

Die wohl interessanteste Aussage zum downgrade der USA, gab wohl Ex-FED-Chef Alan Greenspan. Er sagte wortwörtlich:

“This is not an issue of credit rating. The United States can pay any debt it has because we can always print money to do that. There is zero probability of default,”

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Der Währungscrash kommt!

von Michael Mross

 – Autor von “Der Währungscrash kommt:

Die Rating-Agertur S&P wagt einen Tabu-Bruch und stuft die Schulden der größten Wirtschaftsnation herunter. Die USA verlieren ihr Toprating. Ausblick negativ. Die außerbörslichen Kurse am Wochenende schon wieder im freien Fall. Die nächsten Tage werden grausam sein an den Finanzmärkten.
Man muss das Geldsystem nicht verstehen, um zu verstehen, dass die Situation derzeit außer Kontrolle gerät. Was die Menschen sehen: Überall Schulden und überall noch mehr Schulden. Langsam begreift es auch der Dümmste: Die Situation ist aussichtslos. Der Westen hat im wahrsten Sinne des Wortes jeden Kredit verloren. Das Vertrauen ist verspielt. Das Spiel ist aus.

Das kann man nicht nur am plötzlichen Verfall der Aktienmärkte ablesen. Man sieht es am besten beim Goldpreis. Weiterlesen