Archiv für Gold & Silber

Kurssturz bei den Edelmetallen – Hat sich die Situation geändert?

Die Krise spitzt sich Tag für Tag zu. Börsen crashen, Bankenkurse fahren in großen Schritten in den Keller. Edelmetalle dagegen stiegen in letzter Zeit stark an, erreicht vor Wochen gar neue Rekordstände und dann kam der Freitag: Gold stürzt über 5%, Silber über 13%. – Aktienkurse dagegen erholten sich wie von Geisterhand getrieben von Ihren Tagestiefs und stiegen drastisch nach oben. Wird jetzt alles gut? Ist die Goldpreisblase geplatzt. Hat sich irgendetwas an der Weltlage verändert?


Wohl kaum! Es ist nicht vorstellbar, dass Edelmetallbesitzer plötzlich ihre Meinung geändert haben und ihre Edelmetalle ohne Limit auf den Markt geworfen haben. Wer Gold kauft, tut dies zum überwiegenden Teil aus Absicherungsgründen um die Kaufkraft seines Vermögens in die Zukunft zu retten.

Es gibt mehrere Gründe für diesen Kursturz am Freitag. Einerseits bahnt sich wieder eine Liquiditätskrise an und Händler sind gefordert in allen Assetklassen zu Verkaufen um Geld zu machen. Da fallen nach dem Kurstürzen an den Börsen am Freitag auch die Edelmetalle darunter. Andererseits sind kam es in den letzten Monaten bei den Edelmetallen zu sehr starken Kursgewinnen, die auch verdaut werden müssen. Da sind Kursrücksetzer nur gesund! Weiters erhöht CME erneut die Sicherheitsleistung (Margin) für Gold- und Silberkontrakte an der COMEX um 21,5% bei Gold und 15,6% bei Silber. Das ist die dritte Erhöhung in dieser Größenordnung innerhalb kürzester Zeit seit 11.08.2011.

Wenn man den Goldpreis in EUR set 1.10.2010 ansieht, so ist der Schaden des “Größten Goldchrash aller Zeiten”, wie der Freitag in manchen Medien bezeichnet wird relativ gering. Von 956,28 am 1.10.2011 auf 1228,15 am 23.9.2011 ist das immerhin noch ein plus von fast 30%.

01.10.2010 - 23.09.2011

Goldpreis in Euro 1 Jahr

 

 

Interessant finde ich auch den Goldpreis in EUR seit dem Jahr 2000. Können Sie hier einen Trend erkennen?

2000 - 2011

Weniger Kriege durch einem Goldstandard?

Ein kurzes Video von Dominic Frisby über die Gründe, die für einen Goldstandard sprechen.

Ein Goldstandard wird nicht alle sozialen Ungleichheiten lösen oder die Flut von sinnlosen Kriegen auf dieser Welt, jedoch sollte klar sein, dass unser momentanes ungedecktes Papiergeldsystem (fiat money system) nur Vorteile für Banken, Broker, Regierungen und die Oberschicht birgt. Alle anderen verlieren durch die Inflation die alles, was noch von dem Mittelstand übrig ist, langsam zerfrisst.

It is what gives the president the chutzpah to go to war without seeking full financing or even much in the way of permission from Congress. It is the money machine, and with it you can run the world — at least until you run the economy into the ground.

– Lew Rockwell president of the Mises Institute

Hier der Link zu einer sehr aufschlußreichen Rede von Lew Rockwell:
The Case for the Barbarous Relic

Verzerrte Realität.

Diese Woche Konnte man unzählige Artikel zur Goldpreiskorrektur in den Massenmedien lesen. „Jetzt platzt die Goldblase usw, war in großen Lettern zu sehen. Bevor wir die Hintergründe dazu näher betrachten vergleichen wir doch mal die Entwicklung des DAX und Gold seit dem 4. Juli 2011. Hier sehen wir ein sehr eindeutiges Bild: DAX – 25,6 %, Gold +21,7%


Der Ausblick in unsere Finanzwelt hat sich ganz und gar nicht zum besseren Verändert. Hinter den Kulissen brennt es immer noch an allen Ecken und Enden und kurze Zwischenkorrektur beim Goldpreis kann nur als „Gesund“ eingestuft werden nach den letzten starken Anstiegen. Außerdem wurden die Spielregeln verändert.
An der COMEX erhöhte die CME erneut die Sicherheitsleistungen für die Goldkontrakte. Die zweite Erhöhung binnen kürzester Zeit! Bereits am 11.08.2011 wurde die Sicherheitsleistung (Margin) um 22% pro Goldkontrakt auf 7.425 USD angehoben. Da dies vom Markt sehr schnell verdaut wurde, kam es diese Woche mal eben zu einer Erhöhung um 27% auf 9.450 USD und Gold wurde kurzfristig auf 1.700$ je Unze gedrückt. Viele kurzfristig eingestiegene Spekulanten mussten dies teuer bezahlen und auch einige spekulative Investoren in Hebelprodukten wurden gnadenlos ausgestoppt. Weiterlesen

Gold is Money. Everything else is credit

Gold is money. Everything else is credit. -J.P. Morgan, testifying to Congress in 1912.

Das Treffen von Merkel & Sarkozy enttäuschte diejenigen, die sich erhofft hatten, dass Deutschland der Vergrößerung des EFSF oder der Einführung von Eurobonds zustimmen würde. Gestern wurde bekannt, dass sich eine große europäische Bank 500 Millionen Euro bei der EZB zu 1,1% geliehen hat – das schürte Ängste in den Märkten, dass es ein Liquiditätsproblem geben könnte.

Die finnische Regierung machte auf sich aufmerksam, indem sie Griechenland aufforderte, Sicherheiten für finnische Hilfszahlungen an Griechenland zu hinterlegen. Man muss sich das einmal vorstellen – und was, wenn das Schule macht und auch andere Länder Sicherheiten verlangen? In Deutschland brannten wieder hunderte Luxusautos aus Protest gegen “reiche Säcke”. Das Ergebnis all dessen ist ein massiver Rückgang an den Aktienmärkten, steigende Zinsen an den Bondmärkten und steigende Gold- und Silberpreise. Weiterlesen

Weiterhin Nervosität an den Märkten

In den letzten Tagen sahen wir Schwankungen von 500 Punkten DOW und dem DAX. Nach dem Ausverkauf am Mittwoch legten die US-Börsen gestern zu. Die Nervosität bleibt Marktbestimmend und bislang sind diese Moves technische Gegenbewegungen. Ob wir ein einem solch Markt überhaupt eine längere Bodenbildungsphase sehen bleibt abzuwarten.
Der Goldpreis kam leicht unter Druck, was auf die Erhöhung der Margin Anforderung für einen Goldkontrakt (das sind 100 Unzen) an der Terminbörse COMEX von zuletzt 4.500 USD auf 5.500 USD und der überkauften Situation zurückzuführen ist. Ein typisches Spielchen, das immer dann zum Einsatz kommt wenn Gold oder Silber zu stark gestiegen sind. Zuletzt wurde diese Maßnahme beim Silberpreis eingesetzt, als er über 45$ gestiegen war. Die Folge war eine sehr deutliche Korrektur im Silberpreis. Weiterlesen

Weltweite Panik auf den Märkten – wie geht es weiter?

Wenn man sich die aktuelle Berichterstattung ansieht hat man das Gefühl wir sind nochmal mit einem blauen Auge davongekommen. Es ist schon erstaunlich wie man negatives in positives drehen kann. Wären früher Verluste von 3% oder mehr als Crash bezeichnet worden so gewöhnt man sich an negative Zahlen und redet sie schön. Dabei kann man den Tag nur als schwärzesten Montag weltweit für die Börsen beschreiben. Dow – 5,5%, Nasdaq – 6,9%, S&P 500 – 6,7%, Dax – 5% und in Athen -6%, die tiesten Kurse seit 14 Jahren, dauraufhin wurden gleich Leerverkäufe für zwei Monate ausgesetzt. Wenn man dann noch die Verluste aus der Vorwoche dazunimmt steht man z.B. beim Dax bei -17%. Wenn das kein Crash ist?? Weiterlesen

Downgrade der USA, Abwertungswettlauf und QE 3

Den USA verlieren zum ersten Mal Ihre Top Bonität (AAA) und werden von der Ratingagentur Standard & Poor nuhr mehr mit AA+ bewertet. Wenn man sich die aktuellen Zahlen der US Wirtschaft und Schuldenentwicklung ansieht, war dieser Schritt schon lange überfällig. Alleine in den ersten zwei Tagen nach Erhöhung des Schuldenlimits hat man bereits Kredite von ca. 240 Milliarden Dollar aufgenommen und die Schuldenquote beträgt jetzt 14,58 Billionen Dollar, mehr als 100% der amerikanischen Wirtschaftsleistung! Weiterlesen

Der Euro wird zusammenbrechen

Der Euro hat keine Zukunft. Diese Feststellung mag provokant klingen. Sie drängt sich aber auf, wenn man in die Geschichte zurückblickt.
Im Jahre 1914 war Deutschland stolz auf seine durch Gold gedeckte Mark. Diese Währung bestand seit 1876 und hatte sich jahrzehntelang als stabil erwiesen. Durch die Kriegsgesetze von 1914 erhielt das Reich allerdings Zugang zum Notenbankkredit, und das markierte den Anfang vom Untergang der Mark, die zuletzt in Scheinen von je 100 Billionen gedruckt wurde. Weiterlesen

Was hat sich nach der Erhöhung des US Schuldenlimits verändert?

wieder einmal ein Top Artikel von G. Kastner mit harten aber ehrlichen Worten.

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